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"Medien-Ethik-Religon" erfolgreich akkreditiert

Der Masterstudiengang "Medien-Ethik-Religion" startete als neuer Studiengang im WS 2008/09 und musste als "nicht konsekutiver Studiengang" ein Akkredierungsverfahren durchlaufen.

Die Begehung des Studienganges fand am 1. Dezember 2011 unter der Koordination von AQAS (Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen) statt.

Die externe Gutachtergruppe spricht nach der Begehung ihre uneingeschränkte Empfehlung für den neuen Studiengang aus.

Hier kurz die wichtigsten Entscheidungen der Akkreditierungskommission:

  1. Der Masterstudiengang wurde ohne Auflagen akkreditiert.
  2. Es handelt sich um einen konsekutiven Masterstudiengang.
  3. Die Akkredietierungskommission stellt für den Studiengang ein stärker anwendungsorieniertes Profil fest.
  4. Die Akkreditierung wird für eine Dauer von fünf Jahren ausgesprochen.

Prof. Dr. Peter Dabrock in den Deutschen Ethikrat berufen

Der Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie II (Ethik), Prof. Dr. Peter Dabrock, berät künftig die Bundespolitik in ethischen Fragen. Anfang April ist er zum Mitglied des Deutschen Ethikrates, des wichtigsten ethischen Beratungsgremiums in der Bundesrepublik, ernannt worden. „Ich freue mich auf die verantwortungsvolle, vor allem aber interessante Tätigkeit in einem so hochkarätig besetzten Gremium“, kommentierte Peter Dabrock seine Wahl.

(Foto: David Hartfiel)

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung als PDF.

Nachruf Prof. Dr. em. Friedrich Mildenberger

Am Morgen des 24.3.2012 verstarb Prof.Dr. Friedrich Mildenberger, der von 1968 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 den Lehrstuhl für Systematische Theologie mit Schwerpunkt Dogmatik an der Friedrich-Alexander-Universität innehatte. 1929 in Münsingen geboren studierte Mildenberger in Tübingen und Göttingen; nach dem theologischen Examen war er ab 1951 im Gemeindedienst tätig. Er wurde 1962 in Tübingen im Fach Altes Testament promoviert und habilitierte sich dort 1964 im Fach Systematische Theologie mit der Arbeit „Gottes Tat im Wort. Erwägungen zur alttestamentlichen Hermeneutik als Frage nach der Einheit der Testamente“.

Die Verbindung von Wissenschaft und Gemeinde blieb für Mildenbergers Arbeit ebenso kennzeichnend wie seine Bemühung um eine gleichermaßen zeitgemäße wie in der Schrift gegründete Theologie. Im klaren Bewusstsein für die innere Notwendigkeit der disziplinären Differenzierung der Theologie fragte er nach der Einheit der Theologie, ohne die sie ihre essentielle kirchliche Aufgabe nicht wahrnehmen kann. Konsequenterweise erstreckte sich die Lehr- und Publikationstätigkeit Mildenbergers auch auf Beiträge zur historischen und praktischen Theologie, wobei er als Systematiker konsequent die Sachlichkeit der Theologie einforderte. Dabei stellte er eingespielte Strukturen und Denkgewohnheiten kritisch in Frage – bis hin zu auch heute aktuellen Anfragen an die Gestalt des theologischen Studiums, wie ihm die theologische Lehre überhaupt besonders am Herzen lag. Als Verfasser des anspruchsvollen Arbeitsbuchs „Grundwissen Dogmatik“, das seit 1983 in mehreren Neuauflagen vorliegt, ist Mildenberger vielen Studierenden bekannt.

In seiner „Gotteslehre“ von 1975 entwickelte Mildenberger eine eigene Form dogmatischer Arbeit, die in ihrer kritischen Revision der metaphysischen Denkform der Theologie durch die Ausrichtung an der Wahrnehmung der Geschichte Gottes mit den Menschen theologische Entwicklungen unserer Tage vorwegnimmt bzw. auch heute noch erst teilweise rezipierte Einsichten und Aufgabenstellungen entwickelt. Dies gilt erst recht für sein dreibändiges Hauptwerk „Biblische Dogmatik“ (1991–1993), dessen ambitioniertes Programm nicht weniger als eine grundsätzliche Revision sämtlicher dogmatischer Themen umfasst; in konsequenter Ausrichtung am Zeugnis der Heiligen Schrift soll so für die Gegenwart neu dem Wort Gottes nachgedacht werden.

Das Überschreiten etablierter Grenzziehungen und Verflüssigen von gewohnten Begriffsrastern ist ein Grundzug in Mildenbergers Werk; das macht seine Lektüre außerordentlich anregend und erschwerte zugleich seine Rezeption in der theologischen Diskussion, deren Schematismen Mildenberger in strenger Sachlichkeit in Frage stellte. Eigenart und Reichtum dieses Werks werden aber die theologische Wissenschaft und die kirchliche Praxis weiterhin anregen.

Der Fachbereich Theologie gedenkt mit Trauer und Dankbarkeit eines scharfsinnigen Analytikers von umfassender Bildung, engagierten Lehrers, kritischen Zeitgenossen und bewegenden Predigers.

Im Namen des Fachbereichs

Prof. Dr. Jürgen van Oorschot

Frisch aus der Druckerpresse...

... ein neues Plakat für ein "altes" Forschungsprojekt!

 Diese Nachricht wurde von Franziska Grießer-Birnmeyer am 17.2.2012 erstellt.