Professur für Geschichte und Theologie des christlichen Ostens

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Professur für Geschichte und Theologie des christlichen Ostens
Kochstr. 6, 91054 Erlangen, Tel. 09131-8522488, Fax 09131-8526020
E-Mail: hacik.gazer@fau.de

Leitung:Prof. Dr. Gazer, Hacik Rafi, App. 22488
Studiendekan:Prof. Dr. Gazer, Hacik Rafi, App. 22488

Forschung und Lehre

Geschichte des Seminars

Im Jahre 1947 genehmigte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Errichtung eines Extraordinariates für „Theologie des Christlichen Ostens“ an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Es wurde der ebenso neu gegründeten o. Professur für „Praktische Theologie, Pädagogik und Didaktik“ angegliedert.

Berufen wurde 1948/49 der russlanddeutsche evangelische Theologe Eduard Steinwand. Sein Tätigkeitsschwerpunkt lag auf der Praktischen Theologie. Als ausgewiesener Russlandkenner übernahm er zugleich die Lehre ostkirchlicher Geschichte und Theologie. 1952 erfolgte die Umbenennung in eine o. Professur für „Theologie des Christlichen Ostens sowie Praktische Theologie, Pädagogik und Didaktik“.

Nach Steinwands plötzlichem Tod 1960 und einer Vertretungszeit durch den Tübinger Slawisten Ludolf Müller ist das Jahr 1966 mit der Berufung Fairy von Lilienfelds als das eigentliche Gründungsjahr eines eigenen Lehrstuhls für „Theologie des Christlichen Ostens“, seit 1968 „Geschichte und Theologie des Christlichen Ostens“, anzusetzen. Fairy von Lilienfeld akzentuierte Forschung und universitäre Lehre auf die russisch-orthodoxe Theologie und Kirchengeschichte. Der Lehrstuhl entwickelte sich zu einer maßgeblichen Stütze für die Dialoge der Evangelischen Kirche in Deutschland mit den orthodoxen Kirchen, hier vor allem der Russisch-Orthodoxen Kirche, weshalb ihm das Dokumentationszentrum des Lutherischen Weltbundes (LWB) für die Dialoge mit den orthodoxen Kirchen angegliedert wurde.

Von 1984-2002 leitete Karl-Christian Felmy das Institut, das seit 2006 nur mehr als Professur unter Hacik Rafi Gazer fortbesteht.

Sammlung

- ostkirchliche Seminarbibliothek mit russisch-orthodoxem Schwerpunkt; ca. 10.000 Signaturen (Raum 1.021/1.022)

- 22 laufende Zeitschriften und 26 eingestellte Zeitschriften (Raum 1.021/1.022)

- Sammlung slawistischer Literatur, Schenkung Fairy von Lilienfelds, Signatur S (Raum 1.025)

- historischer Spezialbestand: ca. 4300 Titel (ca. 6000 Bände) aus der Bibliothek des Heiligsten Regierenden Synods der Russischen Orthodoxen Kirche, Ausgaben aller theologischen Disziplinen in russischer und kirchenslawischer Sprache aus dem 18. - frühen 20. Jahrhundert (Raum 1.025)

- Mikrofiche-Sammlung historischer und theologischer Zeitschriften aus Russland vor 1917 (110 Zeitschriften in ca. 1300 Mikrofiche-Kassetten) (Raum 1.021/1.022)

- Sammlung von Bild- und Tondokumenten (Dias, Schallplatten, Filmkassetten) zur Liturgie und Kunst der Ostkirche